Donnerstag, 18. September 2008

Tag 4: Sushi und Sake

Unser gestriger Plan Okonomijaki essen zu gehen ging leider nicht in Erfüllung. Jesper, Natalia und meine Wenigkeit trafen uns gegen 20 Uhr in meinem Appartement um erst einmal das bekannteste Shopping-Center des Stadtviertels zu besichtigen. Es schimpft sich „Don Qui Chot“ und ist etwa 15 Gehminuten entfernt. Man könnte es mit einem mehrgeschossigem Lidl vergleichen. Die Werbung ist japan-typisch kunterbunt aber doch recht gut organisiert. Wenn auch in unseren Augen etwas überteuert. Aber diese Preise muss man wohl bezahlen wenn man dort shoppen geht. Wahrscheinlich wird ein nicht geringer Anteil der Gewinne in das Kaufhauseigene Lied investiert was sich in meinen Augen doch sehr lustig anhört. Eine piepsende Stimme (ich würde auf einen 8-10 Jahre alten Europäer im Stimmbruch tippen) schreit einen förmlich an etwas zu kaufen. Wem es gefällt. Die Japaner finden es wohl sehr ansprechend da das Kaufhaus auch abends noch recht gut besucht ist. Dies ist übrigens ein klarer Pluspunkt für Japan: Die Ladenöffnungszeiten. Mind. bis 23 Uhr oder rund um die Uhr. Auch an Sonn- und Feiertagen. Einfach perfekt. Vor allem wenn man erst spät auf die Idee kommt shoppen gehen zu müssen.

Im Anschluss an die Erkundung ging es dann auf die Suche nach dem besagten Okonomijaki-Restaurant. Dieses haben wir jedoch erst sehr spät gefunden und zu unserer Enttäuschung war es ohne ersichtlichen Grund geschlossen. Nun ja. Somit fiel die Wahl auf die wohl bekannteste Landesspeise: Sushi. Das Restaurant ist sehr einfach per Bus zu erreichen und liegt etwa 3km von Gion entfernt. Es ist exakt so wie man sich eine Sushi-Bar vorstellt. Alle sitzen um die Tische herum und nehmen sich was optisch anspricht. Die Teller sind farblich gekennzeichnet was der Preisgestaltung entspricht. Rote Telle kosten bspw. 105 Yen und schwarze 210. Ich habe mir ein „Kids-Menu“ bestellt was meinen Geldbeutel mit mageren 160 Yen belastete. Satt wird man davon jedoch nicht. Somit habe ich insgesamt 370 Yen liegen lassen und war angenehm gesättigt. Über die genaue Bezeichnung kann ich nichts sagen. Ich habe lediglich mein Auge entscheiden lassen und es war alles gut bis sehr gut. Lediglich die Fisch-Eier, welche Jesper bestellte ließen ein flaues Gefühl aufkommen.


von rechts nach links gesehen: Nimas (Indonesien), Jesper(Dänemark), Amber(China), Ewelina(Polen) und ich


Als wir mit diesem ersten Testessen fertig waren ging es auf direktem Wege zum Bus und zurück Richtung Heimat. Dort gingen Jesper und meine Wenigkeit in den Supermarkt und kauften das Nationalgetränk Sake sowie japanische Knabbereien. Ich muss sagen dass meine Erwartungen und mit Sake verbundenen Erfahrungen enttäuschend waren. Sake schmeckt etwa wie Williams mit leichtem Reis-Aroma. Da wir die Flasche aber nicht halb gefüllt wegwerfen wollten wurde kurzerhand ein weiteres sehr bekanntes Getränk hinzu gemischt: CocaCola. Sauteuer im Erwerb aber durchaus geschmacksverbessernd (zumind. was Sake angeht) wurde auch noch der Rest vernichtet. Dass es sich bei unserer Mixtur um ein alkoholisches Mixgetränk handelte merkten wir demnach auch recht schnell und somit ging der Abend innerhalb kürzester Zeit mit angenehm schwerem Kopf zu Ende.

Morgen werden wir (die Internationals) uns dann alle gemeinsam im Kodokan treffen und eine kleine Einführung über Regeln und Gebote wie auch eine ausführlichere Besichtigungstour bekommen. Bericht folgt. Bis dahin grüßt euch, Benjamin.

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