Nun ist der zweite Tag auch vorbei und ich konnte einige neue Erfahrungen sammeln. Beginnen wir morgens. Da ich vergessen hatte den Vorhang zu schließen wurde ich morgens von der Sonne geweckt was wenn die Air Condition aus ist nicht wirklich angenehm war. Gegen 10:50 Uhr wurde ich von 2 Studenten der HUE abgeholt. Der eine sprach kein Englisch, verstand aber ein paar Worte. Sein Kollege hingegen konnte bereits sehr gut Englisch sprechen. Wir begaben uns dann auf den Fußmarsch zur Uni. Wie Ihr auf den Bildern erkennen könnt liegt die Uni am Berg was bei knapp 100% Luftfeuchtigkeit in ein schwitzendes Vergnügen ausartet. Jedoch war ich bereits auf dem Weg zur Uni von deren Gebäude begeistert. Man kann sagen dass die Uni hier mind. 5x so groß ist wie meine Heimatuniversität Pforzheim. Den gesamten Komplex zu erklären wäre zu aufwendig weshalb ich in den nächsten Tagen ein Foto der Campus-Map machen werde um euch aufzuzeigen wie es da oben wirklich aussieht. Des Weiteren folgen natürlich Bilder. 


Dort wurden wir bereits im International Office wärmstens von unserer Betreuerin empfangen welche unsere Ausweise kopierte und uns ein Handy aushändigte mit dem wir in Japan telefonieren können. Interessant ist dass das Handy keine Miete oder Leihgebühr kostet sondern speziell für Exchange Students bereitgestellt wird. Ich hatte das Glück ein Handy der neuen Generation mit jeder Menge Spielereien zu bekommen. Die Nummer des Gerätes teile ich auf Wunsch gerne mit.
Nach dem die Formalitäten geklärt waren und wir uns gegenseitig vorstellten ging es auch schon los auf Campus-Erkundungstour. Wir liefen etwa eine Stunde durch die verschiedenen Gebäude. Inbegriffen natürlich die 3 Bibliotheken, die verschiedenen Restaurants, die Mediathek mit hunderten von Computern wie auch das „Student-house“ (mit eigenem Friseur) und das Sporthaus. Die Größe des Sporthauses entspricht ungefähr der Fakultät an der ich studiere. Es ist mehr als ausreichend ausgestattet und lädt gerade zu zum Sport machen ein. Wir werden sehen ob ich mich dazu durchringen kann. Im Moment reichen mir die Kilometerlangen täglichen Erkundungsmärsche absolut aus. Zum Lunch waren wir in einem der 3 Restaurants. Die anderen haben noch geschlossen und öffnen erst zu Semesterbeginn nächste Woche. Um an ein Essen zu kommen muss man an einem Automat eine Karte kaufen welche mit dem Menüwunsch bedruckt ist. Leider gibt es keinerlei Bilder oder übersetzte Texte. Somit hab ich einfach mal auf eine der 40 (!!!) Tasten gedrückt. Zum Essen bekam ich dann eine Schüssel Reis mit Chilli, eine Suppe mit mir noch unbekanntem Inhalt und einen Teller mit gegrilltem Hühnchenfleisch, Spiegelei, 2 Kartoffelsticks und einer recht scharfen körnigen Masse. Ich muss zugeben dass es wahnsinnig lecker geschmeckt hat und bin schon auf die nächsten Tage gespannt.
Im Anschluss daran ging es in die Stadt (nicht Downtown) wo wir alle wichtigen Läden wie Supermarkt, Drogerie, Post und Bank gezeigt bekommen haben. Alles ist etwa 5-15 Gehminuten vom Appartement entfernt und somit sehr gut erreichbar. Den Einkauf habe ich bei wichtigen Küchenutensilien und ein paar Lebensmitteln belassen um nicht zu viel Geld auszugeben. Das interessante hier ist die Preisgestaltung der Güter, die International vergleichbar sind. So kostet eine Flasche Cola (2 Liter) umgerechnet zwischen 1,20 und 6,10 Euro. Der Preis hängt sehr von der Bekanntheit der Supermärkte ab. Je unbekannter desto billiger. Mit dieser Erkenntnis endete die Einkaufstour auch schon. Wir liefen dann geschlossen zurück zum Appartement wo ich erst einmal das Internet meines Mitstreiters aus Dänemark reparierte und seine Adapter für den Strom so umbaute dass es auch funktioniert (Juhu, basteln). Hier war ich dann auch das erste Mal nach Ankunft online und konnte Emails checken und kurz telefonieren. Nach 20 Minuten musste ich jedoch schon wieder los. Es ging mit Natalia, einer mexikanischen Austauschstudentin, in die City um etwas essen zu gehen. Eigentlich wollten wir Okonomijaki essen was jedoch am geschlossenen Restaurant lag und nicht etwa an der Furcht davor etwas Neues zu probieren. Wir entschlossen uns daraufhin zurück zum Appartement zu laufen und meine mitgebrachten Spagetti zu vernichten (vielen lieben Dank an die Organisatorin dieser Pasta ;) ). Nebenbei gab es noch japanisches Bier und Gespräche über Regierungssysteme, deren Vor- und Nachteile und andere Dinge über die sich Studenten abends nun mal unterhalten. Ich muss sagen dass das japanische Bier nicht mit dem deutschen vergleichbar ist aber man sich wohl daran gewöhnen kann und / oder muss.
1 Kommentar:
..bitte gern geschehen.Jetzt musst auf die nächste Spaghettilieferung aber bis Februar warten... ;-)
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