Montag, 22. September 2008

Tag 8: Matriculation Ceremony

Heute war es soweit. Der eigentliche Part meines Auslandsaufenthaltes beginnt: Die Uni. Nachdem ich in den letzten Tagen bereits einige Erfahrungen und Erlebnisse sammeln konnte war ich umso mehr gespannt was mich an der Uni erwartet. Für alle die es interessiert gibt es hier ein Bild meines Vorlesungsplans:


Zum Start gab es die erste Vorlesung in „Japanese history and culture“. Der Professor war zu meinem Erstaunen deutscher was die Kommunikation anfangs vereinfachte. Als er jedoch meinte er wird mich in Deutsch unterrichten und ich solle den anderen Internationals dann mein „Wissen“ weitergeben war der lustige Teil (aus meiner Sicht) auch schon vorbei. Die Vorlesung an sich bestand daraus, sich Themen für die anstehenden Präsentationen auszusuchen und sich gegenseitig vorzustellen. Also noch nicht wirklich viel neuer Stoff. Da alle Vorlesungen in dieser Woche reine Schnup

pervorlesungen sind werde ich mich am Ende der Woche entscheiden, welche Klassen ich besuche und welche nicht. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden.

Direkt im Anschluss an die Vorlesung ging es in den Konferenzraum der Bibliothek. Hier hatten wir unsere „Matriculation Ceremony“ und bekamen im Rahmen einer Feier unsere Immatrikulationsbescheinigungen vom „Director oft he board“ ausgehändigt. Des Weiteren wurden alle Internationals aufs herzlichste begrüßt und zum anschließenden gemeinsamen Kaffee trinken eingeladen. Jaaaa, es gab schon wieder Kaffee. So langsam fühle ich mich hier wie zuhause. ;)



Als wir unseren Kaffee erfolgreich vernichtet und die Donuts verputzt hatten konnten wir auch gleich in die nächste Vorlesung. „International Education Internship“ ist der Name des Kurses und beschäftigt sich hauptsächlich damit, die kulturellen und sprachlichen Barrieren zwischen den einzelnen Ländern zu durchbrechen. So werden wir 2 mal die Woche an die Grundschule Hiroshimas gehen und dort jeder für sich eine Klasse unterrichten. Wie das genau aussieht weiß ich noch nicht aber es wird sicherlich spannend. Vor allem vor dem Hintergrund meiner (noch) nicht wirklich vorhandenen Sprachkenntnisse. Ich gehe aber stark davon aus dass sich dies in den nächsten Wochen ändern wird. Nach einem kleinen Spielchen mit Japanern, die kein Englisch sprechen und Internationals, die kein japanisch können ging der erste Tag an der Uni auch schon zu Ende. Wir waren alle etwas erschöpft da in den kommenden Wochen ein straffes Programm zu absolvieren gilt.

Am Abend wurden wir von japanischen Studenten zum Sushi-Essen eingeladen. Die Sushi-Bar hatten wir ja schon ausprobiert und so war es ein stressfreier Abend mit interessanten Gesprächen. Wusstet Ihr dass es Sushi mit Pferdefleisch gibt? Ich habe mich zurückgehalten da der Preis von 250 Yen für 1 (!!!) Stückchen Fleisch mit Reis doch recht teuer erscheint. Es sah auf jeden Fall sehr lecker aus und ich muss mich schon jetzt bei allen Pferdeliebhabern für mein kommendes „Vergehen“ kulinarischer Art entschuldigen.



Als wir gegen 21 Uhr die Sushi-Bar verließen und Richtung Appartement unterwegs waren wurden wir noch ins Shared-House der weiblichen Internationals eingeladen. Hier saßen wir bis etwa 2 Uhr zusammen, tranken polnischen Wodka mit japanischem Apfelsaft (ich hoffe es war Apfelsaft) und unterhielten uns. Als Highlight gab es noch Tokyo-Bananas. Diese habe ich als "Welcome-Present" von Takeshi erhalten und ihm versprochen sie gemeinsam mit den anderen zu essen. Danke nochmals von allen an Takeshi.



Da am morgigen Tag ein Feiertag ist und keine Vorlesungen stattfinden werden wir mit ein paar Japanern nach Miyajima pilgern und diese Insel vor Hiroshima besuchen. Bilder und Infos folgen. Jetzt heißt es erst einmal schlafen und Wodka abbauen.

Bis bald.

1 Kommentar:

Sabine und Karolin hat gesagt…

wehe, du ißt Pferdefleisch!!! Und du weißt ja, Kugelfisch steht auch auf der Verbotsliste. "Zeigefinger" ;-)